Stadtteil-Oper

Schillernde Gestalten und ein Blick hinter die Kulissen

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Das Zukunftslabor

Die Welt verändern mit Musik

Willkommen im Zukunftslabor, der weltweit einzigartigen Wohngemeinschaft eines Weltklasse-Orchesters und einer Gesamtschule! Hier – inmitten eines von Hochhäusern und Kinderarmut geprägten Stadtteils – begegnen sich Schüler*innen und Profi-Musiker*innen auf Augenhöhe. Der gemeinsame Alltag eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven; Musik wird zum Motor für gesellschaftliche Veränderung.

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Mit ihrer Entscheidung, ihr Probendomizil in dem schmucklosen Schulzweckbau aufzubauen, legte Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen 2007 den Grundstein für eine einzigartige Zusammenarbeit. Seitdem entwickelt das gemeinsame Zukunftslabor von Schule und Orchester zahlreiche Programme der kulturellen Bildung. Das Ziel: die Entwicklung individueller Potenziale durch Musik.

Basis dafür ist die verlässliche Beziehungsarbeit im gemeinsamen Alltag. Alle Programme finden zudem regelmäßig und kontinuierlich über Jahre statt und bieten so eine Verlässlichkeit, die das soziale Umfeld vieler Schüler*innen oft vermissen lässt. Mit Bühnen-Projekten wie der ›Melodie des Lebens‹, dem ›Club 443 Hz‹, der großangelegten Musiktheater-Produktion Stadtteil-Oper und vielen weiteren Aktivitäten wirkt das Zukunftslabor dabei weit über die Schule hinaus.

Das Zukunftslabor ist zugleich Symbol der außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Als Gesellschafter*innen ihres eigenen Orchesters suchen die Musiker*innen stets nach neuen Wirkungsweisen klassischer Musik.

© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach

Engagement mit Bestnoten

Was als Experiment in dem Bremer Brennpunkt-Stadtteil Osterholz-Tenever begann, ist heute mehrfach ausgezeichnet und Vorbild für viele ähnliche Initiativen. Bereits 2009 wurde es zum Bundesweiten Modellprojekt im Bereich Kulturelle Bildung erklärt. Auch Expert*innen aus der Wissenschaft betrachten das Zukunftslabor als herausragendes Modell für ihre Forschung.

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Die wegweisende Studie ›Exchange. Die Kunst, Musik zu vermitteln‹ der Stiftung Mozarteum Salzburg von 2010 ergab, dass das künstlerische Niveau der beteiligten Musiker*innen für den Erfolg von Vermittlungsprogrammen entscheidend ist – ein Beweis für den besonderen Wert des Zukunftslabors.

Ein Forscherteam der internationalen Jacobs University Bremen attestierte der Wohngemeinschaft: Der gemeinsame Alltag von Orchester und Schule wirkt durchweg positiv – unter anderem durch eine messbar friedlichere Atmosphäre und bessere Deutschnoten!

Die Dissertation ›Stadtumbau und Kultur‹ von Dipl.-Ing. Thomas Fischer 2015 an der TU Karlsruhe würdigt das gesellschaftliche Veränderungspotenzial des Engagements: Erstmals stelle sich ein Ensemble der Hochkultur ganz bewusst den Problemen eines Stadtteils und setze sich verantwortlich mit den Akteuren und Themen des Ortes auseinander.

2015 wählte das bundesweite Kunstlabore-Programm das Zukunftslabor als Modellprojekt. Über Jahre wurde das Zukunftslabor dabei unterstützt, die eigenen Erfolgsprinzipien zu destillieren und übertragbar zu machen, sodass Schulen und Kultureinrichtungen in ganz Deutschland vom Bremer Vorbild lernen können.

Darüber hinaus erhielt das Zukunftslabor zahlreiche Auszeichnungen – unter anderem den Zukunftsaward, den ECHO Klassik für Nachwuchsförderung, den Vision Award, den Friedenspreis der Villa Ichon, den Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland sowie den Deutschen Engagement Preis.

Erfolgsprojekt mit Ausstrahlung

In Bremen erprobt und andernorts übernommen: Weit über die Hansestadt hinaus findet das Zukunftslabor viele Nachahmer – in Deutschland und international. Seit 2017 gibt es das erste Zukunftslabor auf dem afrikanischen Kontinent, das Future Lab in Tunesien!

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Von der ›Melodie des Lebens‹ bis hin zu Neu-Auflagen der Stadtteil-Opern – die Bremer Formate werden mittlerweile auch in anderen Städten auf die Bühne gebracht. Durch Beratung und Zusammenarbeit mit dem Zukunftslabor gibt es inzwischen Satelliten-Projekte, die sich am Bremer Modell orientieren. Zum Beispiel in Potsdam, Freiburg, Frankfurt a. M. oder Bad Kissingen.

Aber auch weltweit ist das Zukunftslabor zum Vorbild und zur Inspirationsquelle geworden. 2017 startete das erste internationale Future Lab in einer tunesischen Schule. Bereits 2019 erklang dort die erste ›Mélodie de la vie‹. Zudem gibt es internationale Zukunftslabor-Kooperationen durch die Hospitationsakademie Partizipatives Musiktheater mit Vertretern aus Houston (Texas), Muscat im Oman, London, Wien und Hongkong.

Probenbesuch

© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach

Musik fühlen

Mitten im Orchester Platz nehmen und hautnah bei der Probe dabei sein: Schwingende Paukenfelle und flinke Finger ziehen nicht nur Schüler*innen in ihren Bann. Was in der Gesamtschule Bremen-Ost zum gemeinsamen Alltag gehört, ist manchmal auch an Orten möglich, an denen das Orchester auf Tournee Station macht: der Probenbesuch, der inmitten des Orchesters erlebt werden kann.

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Wenn im Orchester neben dem Klarinettisten und der Flötistin ein leerer Platz bleibt und auch bei den Celli und den Kontrabässen zusätzliche Stühle zu sehen sind – dann steht ein Probenbesuch bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen an. Dabei berichten die Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie zunächst in einer Einführung von ihrer Arbeit, von ihren Tourneen rund um die Welt – und natürlich von der Musik, die sie gemeinsam spielen.

Mittlerweile nutzen auch andere Bremer Schulen das Angebot. Vereinzelt reisen sogar Schulklassen aus dem ganzen Bundesgebiet an, um Musik einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.

Patenklassen

© Jörg Sarbach
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Begegnungen auf Augenhöhe

Die persönliche Beziehung und Vertrauen bilden eine wichtige Grundlage für alle gemeinsamen Projekte und Bühnenvorhaben im Zukunftslabor. Die beiläufigen Begegnungen in Schulflur oder Mensa bauen nicht nur Berührungsängste ab, sie wecken auch gegenseitige Neugier. Damit sich Musiker*innen, Schüler*innen und Lehrkräfte noch besser kennenlernen, werden deshalb auch ganz gezielt Begegnungen gestiftet. Zum Beispiel durch Patenschaften.

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Die Klassen der Gesamtschule Bremen-Ost, die eine Patin oder einen Paten aus dem Orchester haben, erhalten regelmäßig Besuch. Denn in bestimmten Abständen kommen die jeweiligen Musiker*innen in den Unterricht, um etwas über den Orchesteralltag oder ihre Reisen zu erzählen, um gemeinsam zu musizieren, oder auch, um sich über ganz alltägliche Dinge auszutauschen. Im Gegenzug sind die Patenklassen regelmäßig bei den Orchesterproben zu Gast – Besuche, die wiederum von den jeweiligen Paten vorbereitet werden.

Von diesem gegenseitigen Austausch profitieren beide Seiten: Nicht nur die Schüler*innen lernen von den Kammerphilharmonie-Profis – auch die Bremer Musiker*innen erhalten Einblicke in die Lebenswelten der Jugendlichen von heute, erweitern ihren musikalischen Horizont und ›erden‹ sich, wenn sie von ihren vielen Konzertreisen durch die Welt wieder ›nach Hause‹ in die Schule zurückkehren.

Häufig ergeben sich aus den alltäglichen Begegnungen auch Ideen oder neue Projekte, die dann gemeinsam weiterentwickelt werden oder in bereits bestehende Formate des Zukunftslabors einfließen.

Melodie des Lebens

Die Showreihe mit Mark Scheibe

© Ulf Duda
© Jörg Sarbach
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© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
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Showtime macht Schule

Nicht viele Singer-Songwriter können bei Auftritten auf ein Orchester von Weltrang zurückgreifen – die Schüler*innen der Gesamtschule Bremen-Ost können es! In der Showreihe ›Melodie des Lebens‹ präsentieren Kinder und Jugendliche eigene Songs vor großem Publikum und geben Einblicke in das, was sie bewegt. Wie das klingt? Jedes Mal anders: mal nachdenklich, mal verliebt und immer berührend!

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Sie gehen in die 5. bis 13. Klasse und arbeiten einmal im Monat während ihrer regulären Unterrichtszeit mit dem Komponisten und Pianisten Mark Scheibe zusammen. Um mit den Schüler*innen ihre Songs zu entwickeln, zu proben und den letzten Schliff für die Bühne zu verleihen, reist der in Berlin lebende Musiker regelmäßig in den Bremer Brennpunkt-Stadtteil. Als charmanter Conférencier führt er zudem durch die Show, deren unangefochtenen Stars die Kinder und Jugendlichen sind.

In der Show singen oder rappen die Schüler*innen dann ganz selbstbewusst von Träumen, Ängsten, Sehnsüchten oder Hoffnungen und fantasieren über ihre Zukunft. Unterstützt mit einem vollen Sound werden sie dabei von den Profis der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Immer mit dabei: Die engagierten Lehrkräfte, die hinter den Kulissen für die nötige Konzentration sorgen und auch auf der Bühne als ›Hot Päds‹ mitgrooven.

Mark Scheibe

Seit Beginn an ist der 1968 geborene und freischaffende Komponist, Pianist, Sänger und Texter Mark Scheibe der musikalische Leiter der ›Melodie des Lebens‹. Gemeinsam mit den Schüler*innen erarbeitet er erste Ideen und arrangiert sie zu Songs mit Orchesterbegleitung – immer mit großer Rücksicht auf deren ursprünglichen Charakter. Auf diese Weise bleiben die Songs authentisch und versprühen ihren einzigartigen Charme. 2012 wurde die ›Melodie des Lebens‹ mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Club 443 Hz

© Axel Martens
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Axel Martens

Willkommen im Club

Ob dramatisch, zauberhaft oder experimentell – in diesem Club ist alles möglich! Im Club 443 Hz werden Genregrenzen spielend überwunden, wenn sich die Profi-Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit den Schüler*innen der Gesamtschule Bremen-Ost auf eine gemeinsame Frequenz einschwingen und Neues zum Klingen bringen.

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Der ›Club 443 Hz‹ spannt einen Bogen zwischen der Stadtteil-Oper und der ›Melodie des Lebens‹. Er gibt Raum für neue Töne und macht die vielfältigen Ideen sicht- und hörbar, die aus den alltäglichen Begegnungen der einzigartigen Wohngemeinschaft erwachsen sind, aber den Rahmen der bereits bestehenden Bühnenformate bei Weitem sprengen. Im ›Club 443 Hz‹ bekommen die Zwischentöne, Neukombinationen und Klangabenteuer ihren glanzvollen Auftritt!

Wenn der ›Club 443 Hz‹ seine Pforten öffnet, musiziert und experimentiert das Orchester gemeinsam mit den Schüler*innen und Lehrkräften der Gesamtschule Bremen-Ost, aber auch Gästen aus dem Stadtteil und Künstler*innen aus aller Welt. Jedes Talent, jedes Interesse und jede Idee kann im Club auf die Bühne gebracht werden, denn Teilhabe und Mitgestaltung bilden die Grundlage für Bremens erstaunlichsten Club.

Stadtteil-Oper

© 2019 · Caspar Sessler
© 2019 · Caspar Sessler
© 2019 · Caspar Sessler
© 2019 · Caspar Sessler
Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach

›Du hast immer eine Wahl!‹

Ein riesiges Opernzelt umgeben von Hochhäusern – inmitten eines Stadtteils mit vielfältigen sozialen Herausforderungen und großer Kinderarmut? Im Schnitt alle 18 Monate entsteht hier eine partizipativ angelegte Musiktheaterproduktion, an der bis zu 600 Menschen aus dem Quartier beteiligt sind: die Stadtteil-Oper auf dem ›Grünen Hügel‹ von OTe ist das Flaggschiff des Zukunftslabors!

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In dieses Mammut-Projekt von Schule und Orchester fließen nicht nur die vielen Ideen ein, die im Alltag der Wohngemeinschaft entwickelt werden – die Stadtteil-Oper bringt unterschiedlichste Menschen zusammen und gibt ihnen eine starke Stimme, denn sie entsteht mit und für ihre Beteiligten.

Im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever leben Menschen aus knapp 90 verschiedenen Nationen zusammen. Hunderte von ihnen arbeiten monatelang unter professioneller Anleitung vor und hinter den Kulissen zusammen: Schüler*innen und Lehrkräfte der Gesamtschule Bremen-Ost, Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, freiwillige Helfer*innen aus Initiativen und Vereinen aus der Nachbarschaft. Jede und jeder wird aufgrund persönlicher Interessen und Talente ermutigt, gefordert und gefördert, ganz nach dem Motto der Stadtteil-Oper: ›Du hast immer eine Wahl!‹

Der Erfolg der bislang sieben Stadtteil-Opern bestätigt die Orchester-Musiker*innen. Sie sind fest davon überzeugt: Musik kann gesellschaftliche Veränderungsprozesse nicht nur reflektieren, sondern auch anstoßen.

Beethoven Beats

© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach

Ein musikpädagogisches Rekompositions-Projekt an der Schnittstelle von Profi-Orchester, Stadtteil-Schule und Live-Elektronik

Was berührt Menschen an Beethovens Musik? Warum und inwiefern ist diese noch heute so aktuell und brisant wie zu Beethovens Lebzeiten vor 250 Jahren? Und wie würden junge Menschen unserer Zeit mit den modernen Methoden der Musikproduktion das zum Ausdruck bringen, was Beethoven bewegte? Von diesen Fragen inspiriert wagt das Zukunftslabor zum Auftakt des Beethovenjahres 2020 ein Experiment.

Oberstufenschüler*innen erkunden Beethovens Musik, inspiriert von persönlichen Gesprächen mit den Orchestermusiker*innen und angeleitet vom Live-Elektronik-Künstler Jonas Urbat und ihren Musikerlehrern Thomas Kelch und Gilles Agnamana. Sie erforschen die Klänge und suchen nach den Botschaften, Drang, Ausdruck und Motivation des berühmten Komponisten und bringen diese in Verbindung zu ihrer eigenen Lebenswelt.

Mit dem Ableton-Programm erarbeiten die Schüler*innen eine Rekomposition von Beethovens 9. Sinfonie für Schüler-Band, Live-Elektronik und Orchester zur gemeinsamen Aufführung mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Die Erstaufführung ereignet sich auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue im Dezember 2019. Hier gestaltet die Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ein Wandelkonzert zum Auftakt des Beethovenjahrs 2020.

Sommer in Lesmona Familientag

© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach
© Jörg Sarbach

Sommer für alle

Entdecken, erfinden und ausprobieren: Auch außerhalb der Gesamtschule Bremen-Ost lädt das Zukunftslabor zum musikalischen Experimentieren ein. Zum Beispiel am Familientag des jährlichen Klassik-Sommer-Freiluft-Vergnügens ›Sommer in Lesmona‹ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen in Knoops Park – Picknick, viel Platz zum Toben zwischen hohen Bäumen und eine herrliche Aussicht auf den Fluss Lesum inklusive.

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Auf der Bühne, im Festival-Zelt und auf dem ganzen weitläufigen Parkgelände warten jede Menge musikalische Angebote auf die Kinder, während sich die Großen ganz dem Picknick-Wettbewerb widmen dürfen. In den verschiedenen Workshops des Zukunftslabors bereitet der Nachwuchs unterdessen den Höhepunkt des Sonntags vor, denn ohne Unterstützung der Jüngsten kann dieser krönende Abschluss des Klassik-Festivals nicht über die Bühne gehen.

Beim großen ›Familienkonzert‹ am Nachmittag präsentieren die Kinder, was sie zuvor gelernt haben und musizieren als Teil des ›Zukunftslabor-Mitmach-Orchester‹ gemeinsam mit den Profis der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen vor einem staunenden Publikum!

Musikalische Schnitzeljagd

© Julia Baier
© Meliz Kaya & Konstantin Winter
© Jörg Sarbach
© Meliz Kaya & Konstantin Winter
© Meliz Kaya & Konstantin Winter

Rätselhafte Wandelkonzerte

Bei dieser Schnitzeljagd ist ganz besonderes Gespür gefragt: Die Besucher*innen wandern von einer musikalischen Station zur nächsten und lösen dabei Rätsel, die ihnen die Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen aufgeben. Dabei sind nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen und die Fantasie gefordert.

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Welches Instrument ist länger, wenn man es aufrollt: die Trompete oder das Horn? Und welches Tier hat sich wohl in dem Streichtrio versteckt? – Beim großen Finale dieser unterhaltsamen Wandelkonzerte wird das Rätsel gelüftet oder der Schatz gehoben. Die ›Musikalische Schnitzeljagd‹ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist eine Gastveranstaltung und kann in den unterschiedlichsten Gebäuden stattfinden, die Platz und Raum dafür bieten: in Museen, Schlössern, Bergwerken oder Hochhäusern. Für Familien, für Jung und Alt oder zu besonderen thematischen Anlässen.

Kunstlabore

Erfolgsprinzipien greifbar machen

Von 2015–2019 war das Zukunftslabor Teil des bundesweiten Förderprogramms Kunstlabore der MUTIK gGmbH, gefördert durch die Stiftung Mercator. Als eines von fünf aus allen Kunstsparten auserwählten Laboren, bekam das Zukunftslabor die Möglichkeit, die eigenen Arbeitsprinzipien so zu erforschen und aufzuarbeiten, sodass sie von anderen Schulen in die eigene Praxis übertragen werden können.

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Das Ziel des Programms: die Entwicklung von Formaten und Methoden für die Umsetzung künstlerischer Angebote an Schulen in hoher Qualität. Die dabei entstandene gewährt tiefe Einblicke in die Arbeit des Zukunftslabors. Sie stellt hilfreiche Praxismaterialien und digitale Inhalte zur Verfügung, in die die vielfältige Erfahrung und wertvolles Wissen eingeflossen sind.

In einigen sogenannten Transferschulen wurden die Formate erprobt und lokal adaptiert, so beispielsweise in Frankfurt a. M. und Bad Kissingen. Die Gelingensbedingungen des Bremer Erfolgsmodells werden damit greifbar. Auf diese Weise kann sich ein großes Spektrum an Nachahmern auch weiterhin vom Zukunftslabor inspirieren lassen.

Commerzbank-Programm

Partnerschaftlich weiterentwickeln

Ziel dieses Tandem-Programms war die Zusammenführung von Bildungs- und Kultureinrichtungen, die von der Arbeit des Zukunftslabors unmittelbar profitieren können. Die Übertragbarkeit des Gesamtkonzepts stand ebenso im Vordergrund wie die sorgfältige Anpassung an die jeweils örtlichen Begebenheiten.

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Aus dem Tandem-Programm haben sich nachhaltige Partnerschaften entwickelt, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg und der Kammerakademie Potsdam.

Projektzeitraum 2014–2016

Hospitationsakademie

Fellowships Partizipatives Musiktheater

Im Rahmen einer internationalen Akademie sowie eines öffentlichen Symposiums gab das Zukunftslabor die Erfahrungen aus zehn Jahren Stadtteil-Oper an Interessierte weiter. Zwölf ausgesuchte Teilnehmende aus aller Welt hospitierten zudem beim Entstehungsprozess der 7. Stadtteil-Oper – und dokumentierten spannende Ergebnisse.

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Im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis identifizierten sie gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Expert*innen Problemstellungen und erarbeiteten Handlungsempfehlungen zu Partizipativem Musiktheater. Zur Premiere der Stadtteil-Oper wurde die Fachöffentlichkeit im Mai 2017 zu einem Symposium eingeladen.

Projektzeitraum 2016–2017

Future Lab Tunisia

© Future Lab Tunisia
© Jörg Sarbach
© Future Lab Tunisia
© Future Lab Tunisia
© Future Lab Tunisia

Vom Zukunftslabor zum Future Lab

Inspiriert durch den Erfolg in Bremen, entwickelt das Zukunftslabor in Kooperation mit der Kamel Lazaar Foundation seit 2017 das Future Lab Tunisia – ein Zukunftslabor nach Bremer Modell in Tunesien. Damit schaffen die Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das erste Mal eine Übertragung ihres Experiments in eine gänzlich andere kulturelle Situation.

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Für das Future Lab Tunisia wird auf dem Gelände einer öffentlichen Schule – dem Collège Ibn Khaldoun – in Lab Manouba, einem sozial benachteiligten Stadtteil im Großraum Tunis, ein Konzertsaal gebaut. Hier wird das Orchestre National Tunisien seinen Hauptsitz haben und neben seinen Konzerttätigkeiten gemeinsame Programme mit der Schule realisieren. Dafür führt das Future Lab Tunisia Instrumentalunterricht ins Schulcurriculum ein und entwickelt eigene Formate von Schüler*innen und Orchester – nach Bremer Vorbild, aber doch ganz anders.

Ziel des Future Lab Tunisia ist, analog zum Original, die individuelle Potenzialentfaltung und gesellschaftliche Entwicklung durch Musik. Neben Verantwortungsbereitschaft werden gezielt Kompetenzen wie Initiativgeist und Verlässlichkeit befördert, die für die Jugendlichen insbesondere als Bürger*innen einer jungen Demokratie besonders wichtig sind.

Internationale Kooperationen

  • Houston (Texas): Kontaktpartner an der Houston Grand Opera im Rahmen des Fellowship-Programms
  • Muscat (Oman): Kontaktpartner am Royal Opera House im Rahmen des Fellowship-Programms
  • London: Kontaktpartner des BBC Concert Orchestra im Rahmen des Fellowship-Programms
  • Wien/Hongkong: Kontaktpartner des Vienna Boys´ Choir Music Academy Hongkong im Rahmen des Fellowship-Programms

Projektzeitraum: 2015–2019

Termine

17.12.2019 Beethoven Beats (Premiere), im Rahmen eines Wandelkonzerts auf Einladung des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue • Berlin
26.+27.3.2020 23. Melodie des Lebens • Bremen
4.+5.6.2020 Club 443 Hz • Bremen
26.+27.11.2020 24. Melodie des Lebens • Bremen

Partner

  • Das Zukunftslabor wird gefördert durch:

    • dm
    • MUTIK
    • Karin und Uwe Hollweg Stiftung
    • Die Sparkasse Bremen
    • Kaefer
    • Gewoba
    • kfk
  • Kunst­la­bore wurde ermöglicht durch:

    • Stiftung Mercator
    • Mutik
  • Das Future Lab Tunisia wird gefördert durch:

    • Auswärtiges Amt
    • Kamel Lazaar Foundation
  • Partner des Zukunftslabors:

    • Future Lab Tunisia
    • Kamel Lazaar Foundation
  • Partner der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen:

    • Karin und Uwe Hollweg Stiftung
    • Die Sparkasse Bremen
    • Kaefer
    • Förderer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Kontakt

Zukunftslabor

Eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gGmbH
Am Wall 165 · 28195 Bremen
Tel. 0421 95885–0
info@zukunftslabor.com

Presse

Ihre Ansprechpartnerin:
Andrea Katzmarczyk
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0421 95885–120
Fax 0421 95885–111
a.katzmarczyk@kammerphilharmonie.com

Mitarbeiterinnen